Wenn du nicht da bist, ist etwas anders. Von der Sekunde an, in der wir nicht mehr beieinander sind, ändert sich das Gefühl. Mein Gefühl. Mit dir mag ich es mehr, als ohne dich. Es ist ein bisschen wie Sonnenschein an einem Tag im Mai. Ein bisschen so, wie eine kühle Brise im Hochsommer. Wie der glitzernde erste Schnee im Wald.
Das Bett ist so groß ohne dich, und leer. Und dein Geruch verflüchtigt sich nach einem Tag und wieder bleibt nur die Erinnerung. Und die Freude auf das nächste Mal, wenn ich dich sehen kann. 

Wenn du nicht da bist träume ich von dir.
Ich stelle mir vor, wie du mich berührst. Wie deine Hand zart über meine Haut streicht. Deine Finger kitzeln mich und ich beginne zu lachen. Du machst das mit Absicht. Ich sehe dich an und du ziehst die Mundwinkel hoch. Deine Lachfältchen machen dein Gesicht noch schöner. Kurz hörst du auf und deine Hand verweilt an meiner Taille. Du siehst mich an und beginnst das Spiel von vorne. Ich kann nichts dagegen tun, dich nicht aufhalten, mich nicht wehren. Ich will es gar nicht. Dich neben mir zu haben ist wie .. ein wahr gewordener Traum. 

Wenn du nicht da bist träume ich von dir.
Ich stelle mir vor, wie du mich umarmst. Wie du mich an dich drückst. Ich spüre dich. So nah. Du bist so nah. Ich atme langsam ein. Deine Hände fahren über meinen Rücken. Du verstärkst den Druck deiner Arme. Nicht ein halber Millimeter Luft passt noch zwischen uns. Du und ich. Nichts ist zwischen uns und nichts kann sich in diesem Moment zwischen uns stellen. Ich hebe meine Arme und drücke dich noch fester an mich. Ich küsse dich am Hals, ganz leicht. Ich höre dein Herz, spüre es schlagen. Im Einklang mit meinem. Ich fasse den Saum deines Tshirts und ziehe daran, schiebe es ein wenig nach oben. Der Stoff zerknittert und macht Falten. Du machst ein leises Geräusch, undefinierbar. Aber du klingst glücklich. Ich weiß, dass ich glücklich bin. Und ich glaube, du bist es auch. 

Wenn du nicht da bist träume ich von dir.
Ich stelle mir vor, wie du mich küsst. Ich stelle mir den leichten Druck deiner warmen weichen Lippen vor. Wie sie über meine Schultern streichen, über meinen Hals. Du küsst mich hinters Ohr. Auf die Wange, auf die Nase. Deine Hände liegen auf meinen Schultern und ziehen mich leicht zu dir. Ich gebe dem Druck nach. Mit den Fingern berühre ich dich sanft an der Wange. Küsse dich auf beide Mundwinkel. Du legst leicht deinen Kopf schief und siehst mir in die Augen. Dein Blick geht tief. Du siehst mich an und siehst in mich hinein. Ein Lächeln entkommt dir, obwohl, ich weiß es, du nicht lächeln willst.
Du kommst näher und ich schließe die Augen und genieße den Moment.

Wenn du nicht da bist träume ich von dir.
Ich stelle mir dich vor, wie du einfach nur neben mir sitzt, am Frühstückstisch. Oder wo auch immer. Im Café. Wie du mit mir redest und mich zum lachen bringst. Wie du unterm Tisch mit deinem Fuß gegen meinen stupst. Oder über meinen Handrücken fährst. Wie du mich anlächelst. 

Wenn du nicht da bist, ist meine Welt nicht ganz vollständig. Und sie kann es nur dann wieder sein, wenn ich dich bei mir weiß. Deine Stimme höre, deinen Atem auf meiner Haut spüre, deine Hände meine umschließen, deine Lippen meine berühren und du für ein paar Momente nur für mich da bist. Und ich bin nur für dich da.

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