gratitude column #2 the one you love

Manchmal steigt einem alles zu Kopf. Es muss gar nicht viel sein. Aber es passiert. Und mir passiert es recht häufig.
Dann beginne ich, mich richtig schlimm in die aktuelle Situation hineinzusteigern, dass mein Gehirn nur noch Panik schiebt. In Extremfällen kullern dann die Tränen.
Ich kann mich nicht mehr richtig konzentrieren und denke nur noch an diese eine Sache, die mich so beschäftigt. Es ist schwierig, zu solchen Momenten etwas mit mir anzufangen.

Aber du… du schaffst es jedes Mal, mich zu beruhigen. Du bist für mich da und findest immer die richtigen Worte. Oder manchmal auch keine, dann braucht es nur eine innige Umarmung und mir geht es wieder so viel besser.

Wie wir oben am Berg waren, umgeben von Freunden und Familie, um uns herum stiegen die Raketen in den Himmel und explodierten zu wunderschönen bunten Lichtern. Es wäre so perfekt gewesen.
Doch das Einzige, woran ich denken konnte, war ein gemeinsamer Freund, dem es in dieser Nacht wirklich dreckig ging. Wir alle machten uns Sorgen…
„Noch 8 Minuten bis 2016“ rief die Moderatorin aus dem Radio, das wir mitgenommen hatten. Alle schrien vor Begeisterung durcheinander und freuten sich. Normalerweise wäre ich die Erste gewesen, die einen Freudenschrei von sich gegeben hätte. Diesmal jedoch nicht.
Ich stand da, etwas abseits, weil ich nicht wollte, dass die anderen wegen mir ihre gute Stimmung verloren. Und ich wollte nicht, dass jemand sah, wie ich weinte.

Du kamst zu mir. Du weißt immer, wenn es mir schlecht geht. Das liebe ich so an dir.
„Was ist denn?“ Und ich erklärte es dir. Warum ich mich so mit der Situation überfordert fühlte und warum ich absolut gar keine Silvesterstimmung hatte. Und auch, warum ich gerade so gar nicht glücklich war.
Du sagtest mir, dass das alles gut wird, dass das neue Jahr viel viel besser wird und dass ich mich jetzt auf andere Dinge konzentrieren soll.
Du hast mich umarmt.

„Komm, wir gehen eine Rakete schießen. Ich will, dass du das machst.“ Du nahmst mich an der Hand. Das Feuerwerk hast dann doch du gemacht, ich sah dir nur zu. Das mag ich viel lieber.

„4 Minuten bis Mitternacht!“ hörten wir im Radio. Meine Cousine machte Fotos vom Feuerwerk, meine Eltern standen neben dem Radio. Meine Mutter goss Sekt in die Gläser, während mein Vater zuschaute.
Diese 4 Minuten waren die schnellsten 4 Minuten, die ich je erlebt habe. Die Zeit verflog nur so und dann standen alle beisammen und zählten rückwärts den Countdown zum neuen Jahr.

10 – 9 – 8 – 7 – 6 – 5 – 4 – 3 – 2 – 1 – „frohes neues Jahr“ und „Happy New Year“ hörte man von allen Seiten.

Du warst alles, was ich wahrgenommen habe. Wie wir anstießen mit dem Sekt und uns tief in die Augen sahen. Der Kuss.
Du warst so perfekt und so sanft. Deine Lippen, wie sie meine berührten… das ist das schönste Gefühl, das ich kenne. Du hast meine Tränen weggewischt und mich nochmal geküsst. Und nochmal.
Ich war so erfüllt von Liebe. Es war der perfekte Silvesterkuss.

Mein gehauchtes „ich liebe dich“ ging in dem Lärm von Glückwünschen und Gläserklirren, von den schwungvollen Klängen des Donauwalzers und explodierenden Raketen unter.
Ich weiß, dass du es trotzdem gehört hast. Vielleicht nicht durch meine leisen Worte. Mein Blick sagte es dir. Meine ganze Aura muss vor Liebe geglüht haben.
So, wie du Liebe und Glückseligkeit und einfach ein Gefühl von „genauso wie es jetzt ist, ist es perfekt und soll es immer sein“ ausgestrahlt hast.

gratitude column dark

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: