7 Dinge, die heute anders sind

Vor 3 Jahren war ich gerade mitten im Lernstress für die Matura.

Vor 5 Jahren dachte ich, Schule ist Zeitverschwendung.

Vor 7 Jahren dachte ich nicht im Traum daran, dass mein Uni-Plan schief gehen würde und ich wider Erwarten noch einmal die Schulbank drücken würde.

Und heute denke ich, wie schön es ist, Schülerin an der Bakip zu sein und diesen wunderbaren Beruf zu erlernen. Chancen wie diese muss man nutzen und alles geben. Deswegen achte ich seit dem ersten Schultag darauf, nicht wieder in alte Verhaltensmuster zu rutschen.

1) Die Schulschwänzerei begann mit so 15, 16 Jahren, als ich anfangs noch wirklich unabsichtlich verschlief und dann dachte – ja komm ich halt erst um 10. Später dachte ich, egal, ich geh morgen einfach wieder hin. Es gab Tage, an denen ich regelmäßig daheim blieb oder später kam. Ich machte mir einen schönen Tag, schlief länger oder traf mich mit einer Freundin in der Stadt.Heute denke ich nicht daran, zu schwänzen, auch wenn ich das Fach noch so uninteressant oder langweilig finde, oder die Lehrkraft nicht leiden kann. Ich werde keine einzige Fehlstunde haben.

2) Hand in Hand damit geht die Tatsache, dass ich heute auch einfach nicht mehr so lange schlafen kann. Spätestens um 8 bin ich das erste Mal wirklich wach. Auch die Snooze-Funktion hilft mir nicht mehr. Denn nach dem ersten Wecker liege ich im Bett und bin putzmunter. Selten stehe ich auf und bin wirklich unausgeschlafen. Das kommt vielleicht auch daher, dass ich nicht mehr bis um 3 Uhr nachts Filme streame oder heimlich unter der Decke Bücher lese.

3) Anfang der Oberstufe hatten wir ein Jahr lang einen Professor in Mathematik, dem es egal war, ob wir Hausaufgaben schrieben oder nicht. Und naja, wer macht sich das Leben schwer mit Rechnungen, die niemand versteht und schreibt Hausarbeiten, wenn es sich nicht positiv oder negativ auf die Note auswirkt? Ich nicht. Diese Einstellung brannte sich ein und nach und nach tat ich nur noch das Nötigste und manchmal nicht mal das, um „durchzukommen“. – Nene, das spielt es so heute nicht mehr. Und zum Glück habe ich auch keinen Mathe-Unterricht mehr. Ich schreibe jede Hausübung, ohne wenn und aber.

4) Nicht nur dass ich Hausübungen nicht/selten gemacht habe, manchmal habe ich auch wichtige Arbeiten vor mir hergeschoben und immer auf morgen und übermorgen verlegt, ohne einen wirklich triftigen Grund. Meistens hatte ich einfach gerade keine Lust. Oft habe ich Fristen verpasst und dann versucht, mich irgendwie herauszureden und eine Verlängerung zu bekommen. Das hat des Öfteren auch geklappt, heißt aber nicht, dass ich die Hausarbeit dann nicht wieder bis zum letzten Tag auf meiner imaginären To Do Liste stehen hatte. So etwas wird mir nie wieder passieren. Einmal in die Zitrone beißen und danach kann man so oft kuscheln und Serien suchten, bis man grau wird.

5) Speaking of a To Do List – So etwas kannte ich zwar, fand es aber lächerlich und unnötig, Dinge aufzuschreiben, die ich noch zu tun hatte. Jetzt kann ich nicht mehr ohne meine To Do Liste. Auf der Rückseite vom Cover meines Collegeblocks klebt immer eine aktuelle Liste mit allen Terminen, Abgaben und anderen Dingen, die ich zu tun habe oder tun möchte. Diese Liste aktualisiere ich regelmäßig und achte akribisch darauf, nichts zu vergessen. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, ein wenig Ordnung in sein Chaos zu bringen – es erleichtert mir wirklich das Leben.

6) Besagter Mathematikprof aus Punkt 3 hat es mir nicht nur abgewöhnt, Hausübungen zu schreiben. Er hat es mir auch sehr leicht gemacht, zu schummeln. Ich traue mich ja gar nicht, das laut auszusprechen oder gar im Internet zu posten, aber ich war wirklich keine brave Schülerin. Ich hatte in so ziemlich jedem Fach, das ich nicht leiden konnte, Spicker. Auf der Rückseite vom Locher klebten kleine Zettelchen, ich bedruckte Innenseiten von meinen Trinkflaschen und hatte einmal sogar einfach das Heft im Bankfach liegen und schrieb ein volles Wahrscheinlichkeits-Rechnung-Beispiel einfach ab. Diese Angewohnheit ist eine, die ich wirklich bereut habe. Denn bei der Matura traute ich mich dann wirklich nicht, zu schummeln. Ich musste es auf die harte Tour lernen und den ganzen Stoff aus der Oberstufe in mich hineinbüffeln. Hätte ich gleich gelernt, wäre das alles viel einfacher gewesen. Deswegen kommt es jetzt absolut nicht infrage, dass ich mich je wieder auf so etwas einlasse. Karteikarten for president!

7) Zu guter Letzt kommen wir auf meine Motivation zu sprechen. Die im Gymnasium nicht wirklich vorhanden war. Das hat nun, denke ich, jeder aus meinen vorangehenden Beispielen erkannt. Aber diese neue Schule ist eine neue Chance, nachdem ich auf der Uni so versagt habe. Und ich habe mir vorgenommen, mein Diplom mindestens mit einem
1,x wobei x < 5
Schnitt zu bestehen. Dafür werde ich hart arbeiten, denn so etwas hatte ich nie und deswegen werde ich jetzt auch anfangen, mich für die Schularbeiten vorzubereiten, die ab der kommenden Woche anstehen.

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