gratitude column #16 simple things in life

Gerade als ich dachte, kann der Unterricht noch öder werden? sagte Frau W endlich „So meine Lieben, Schluss für heute.“ Aufatmen um mich herum. Ich trank den letzten Schluck aus meinem mittlerweile kalt gewordenen Automatenkaffee und räumte meine Sachen in das Regal. Sessel hinaufstellen, Tasche geschultert und hinaus auf den Gang. Wie fast immer gingen J, T und ich nochmal auf die Toilette. F wartete draußen bei unseren Sachen. Typisch Mädchen halt, wir können nicht alleine.
Draußen vor der Schule redeten wir noch, was wir am Wochenende alles geplant hätten. Danach trennten sich unsere Wege. T und ich gingen zum Bahnhof und erwischten gerade noch so den Zug nach Hause. Erst jetzt konnte ich entspannen. Die ganze Woche ging es mir schon nicht so gut. Unausgeglichenheit nennt man das wohl. Ich hatte zu viel gearbeitet, zu viel gemacht, mich zu wenig um mich selbst gekümmert. Wenn ich einen Abend vor 22 Uhr die Schulsachen aus der Hand legte, war es ein Wunder. Wieso mache ich mir auch immer so viel Arbeit? Das genügt eigentlich ja auch, wenn ich nur die Hälfte mache.. Aber so bin ich halt einfach nicht. Ganz oder gar nicht.
Nur noch eine Stunde, dann würde ich M<3 endlich wieder in meine Arme schließen können. Ihn küssen, mich über den 3 Tage Bart ärgern und nochmal küssen. So lange hatte ich ihn nicht gesehen. Eine Woche fühlt sich manchmal an wie zwei Monate.

Der Zug hält, ich winke T und steige aus. Die Türen gehen zu und ich spaziere langsam nach Hause. Ich mache den iPod an und genieße die warmen Sonnenstrahlen.
Kaum zu Hause angekommen legte ich meine Sachen in eine Ecke meines Zimmers, drückte die Katze, die sich sehr dagegen wehrte und schnappte mir die Autoschlüssel. Los geht’s.
Ich raste über die Autobahn und mit jedem Kilometer näher zu ihm verflog meine schlechte Laune.
Er wartete schon bei der Einfahr auf mich. Lächelnd winkte er mir und sah mir skeptisch beim Einparken zu. Noch bei laufendem Motor machte ich die Tür auf und erzählte ihm, wie sehr ich ihn vermisst hatte.
Er umarmte mich. „Ich hab dich auch vermisst.

gratitude column dark

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