slow mornings

Ich drehe mich herum und ziehe die Bettdecke hinauf. Ich spüre, wie mein Geist und Körper langsam wach werden. Ich höre die Vögel draußen ihr wunderschönes Lied singen. Die Energie beginnt langsam zu fließen und ich blinzele. Nur ganz wenig öffne ich meine Augen und sehe dabei den wunderbarsten kuscheligsten Mann neben mir liegen. Er ist eingepackt in Decken und Kissen und sieht mich an. „Hast du mir beim schlafen zugeschaut?“ 
Du lachst nur.

Ich nehme das Handy vom Nachttisch, beinahe werfe ich dabei die Bücher runter und schaue auf die Uhr. Es ist irgendwas um 8:30. „ugh, so früh!“
Du ziehst mich zu dir rüber und ich vergrabe mein Gesicht in deinem Hals. Wir liegen da und sagen nichts. Ich denke nur daran, wie schön es ist, jeden Tag neben dir aufzuwachen. Wie schön es ist, deinen Atem beim Einschlafen zu hören, dir durch die Haare zu streicheln, wenn du schläfst, dir morgens einen Kuss auf die Wange zu hauchen, kurz bevor ich zur Arbeit losfahre.
Die Katze kratzt leise an der Tür. Sie miaut laut. Du stehst auf und öffnest ihr die Tür. Schneller als ich schauen kann springt die kleine Miez zwischen deinen Beinen durch den Spalt und huscht zum Bett. Sie setzt sich an den Rand der Matratze und sieht dir dabei zu, wie du zurück kommst und dich wieder in deine Decken kuschelst. Sie legt sich bei deinen Beinen auf die Decke und beginnt zu schnurren. Ich beobachte sie eine Weile. Sie hat die Augen halb geschlossen und lässt sich die Morgensonne durch das Fenster aufs Fell scheinen. Du siehst ihr auch zu. Auf einmal bewegt sie sich und kuschelt sich fest an dich.
„Ich glaube, sie ist eingeschlafen“, sage ich nach einer Weile. Du brummst. Du hast auch die Augen geschlossen und deine verwuschelten Haare schauen zwischen den Pölstern hervor. Ich rutsche ein Stück näher, so nah ich kann, ohne die Katze zu stören. Du legst deinen Arm um mich und ich versinke darin, lasse die Realität hinter mir und verschwinde in meiner Traumwelt. Ich erinnere mich nicht, was ich träume, aber ich wache glücklich wieder auf. Also muss es ein guter Traum gewesen sein. Die Katze liegt immer noch am selben Fleck und schläft. Du liest auf deinem Ebook und ich liege in deinem Arm, noch schlaftrunken. „Guten morgen, du Schlafmütze“, flüsterst du mir zu. „Ich brauch einen Kaffee“ murmele ich. Langsam strecke ich mich, gähne und schmiege mich enger an dich. Du küsst mich auf die Stirn. „Magst du schon aufstehen?“ fragst du. Ich schüttele den Kopf. „Dann wird Kaffee aber schwer, die Katze kann den nicht holen.“ – „Egal“, sage ich. „Trinken wir später einen. Ich mag noch ein bisschen kuscheln.“ Ich kann dein Lächeln fast spüren, ich weiß genau, dass du grinst. Weil du genau weißt, dass ich nicht aufstehen will und ich genau weiß, dass du das weißt. Und trotzdem führen wir diese morgendliche Unterhaltung regelmäßig.
Irgendwann stehen wir dann doch auf. Die Katze liegt immer noch auf deiner Decke und träumt vermutlich von einer wilden Vogeljagd oder einem entspannten Nachmittagsschläfchen auf der Terrasse – man weiß es nicht. Ich tapse hinter dir die Stufen hinunter in die Küche, du kochst Kaffee und ich richte Frühstück her. Nur ein bisschen Brot, Aufstrich, Käse, weiche Eier und Orangensaft. Simpel, aber an Tagen wie solchen einfach perfekt. Ich trage alles auf die Terrasse und wir sitzen in der Sonne um halbzehn, genießen die Ruhe des Samstag und trinken Kaffee. Glücklich.

Was könnte ich mehr wollen?

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